Sonntag, 14. Dezember 2008

Térraba

Aufgrund weiterer Interviews, die Peter für seine Diplomarbeit brauchte, machten wir uns auf den Weg nach Térraba. Ein Gebirgsdorf, das von dem indigenen Volk, den Teribes, bewohnt wird und vom geplanten Staudammprojekt, das größte Zentralamerikas, betroffen ist. Wunderschöne Landschaften und sehr liebe Leute erwarteten uns dort. Bei dieser Gelegenheit konnte Eva auch gleich noch ein paar Kindergartenkinder testen. Dieser Ausflug brachte uns wieder einmal einer fremden Kultur mit ihren Bräuchen und Sitten etwas näher.



links: Valle del Diquìs; rechts: Peter bei der Arbeit

Fiesta de la luz

Um die Adventszeit in Costa Rica richtig mitzuerleben waren wir beim Fest des Lichts (Fiesta de la luz), das in unserer Stadt stattfand. Das ist ein Umzug, der am Abend stattfindet mit vielen Gruppen (Schulen, Zirkus, Pensionisten, Feuerwehr, Elektrizitätswerke,...), die verschiedene Sachen präsentieren. Es sind auch wunderschön geschmückte und beleuchtete Wägen dabei, die Süßigkeiten und andere Dinge an die Leute verteilen. Man könnte auch sagen: Ein nächtlicher weihnachtlicher Faschingsumzug.


Regenwald der Österreicher

Peters Diplomarbeit führte uns dieses Mal in den Regenwald der Österreicher. Wir trafen uns dort mit dem Gründer dieser Initiative, Michael Schnitzler. Da auch dieser Ort mit einer mehrstündigen Busfahrt verbunden ist, haben wir die Gelegenheit genutzt um uns auch den Süden von Costa Rica etwas genauer anzusehen.
Wir machten eine Mangroventour, bei der wir unzählige Krokodile sahen. Die Landschaft ist unglaublich und die Vielfalt der Vogelarten auf die man dort trifft ist unvorstellbar. Inklusive war ein Picknick an einem wunderschönen schwarzen Sandstrand. Am gleichen Tag machten wir eine Nachttour durch den Regenwald. Was einen dort erwartet: Giftige Schlangen, Kaimane, Frösche aller Art, giftige Spinnen, Skorpione und viel zu viele Moskitos. Und das alles nur mit Taschenlampen. Für Eva also ein Paradies! Im Nachhinein kann man sagen, es war die spannendste Tour, die wir bisher gemacht haben.


Mangroventour


Nachttour; links Suchbild: Wo ist die Schlange? (Where is the snake)

Am nächsten Tag gings auf zur Delphintour mit 100 %iger Garantie, die Tiere zu sehen. Nach etwa 3 Stunden Bootsfahrt ohne auch nur einen Delphin hatten wir uns schon damit abgefunden, gerade heute keine zu sehen. Als plötzlich, direkt neben uns, einer aus dem Wasser sprang. Es war unglaublich, wie in einem Film. Der Delphin war komplett außerhalb des Wassers bis er rückwärts wieder abtauchte. Die Delphine schwammen neben und unter dem Boot umher, wir konnten sie sogar berühren. Das war wirklich ein unvorstellbares Erlebnis!

Am selben Tag fuhren wir weiter nach Puerto Jiménez (Süden, Osa Halbinsel), ein kleines Hafenstädtchen, mit schönem Strand und etwa 30 Grad warmen Meer. Dort haben wir direkt vor dem Strand rote Aras beobachten können. Wir haben auch Matapalo (südlichste Spitze der Osa Halbinsel) besucht, wo wir gleich ganz in der Früh Brüllaffen und Pelikane an einem einsamen Strand beobachten konnten. Dieser wunderschöne Srand war übrigends fast des ganzen Tag bis auf uns beide ziemlich verlassen. Beim Mittagessen in einer Lodge sahen wir dann auch noch Klammeraffen, die sich von einem Baum zum anderen hantelten.

Dieser 5-Tages Trip zeigte uns wieder einmal, wie vielfältig die Natur in Costa Rica ist.





Freitag, 5. Dezember 2008

Ausflug nach Panama (Trip to Panama)

In Costa Rica muss man das Touristenvisum alle 90 Tage verlängern lassen, es gibt die Möglichkeit fuer 3 Tage das Land zu verlassen um dann, bei der Einreise, wieder ein neues Visum zu erhalten.Die Frage war: Panama oder Nicaragua?Wir entschieden uns für Panama. Ort: "Bocas del toro" auf einem Inselarchipel in der Karibik. Dort sollte es einen der schoensten Strände der Karibik zu sehen geben ...
Heiß auf ein paar Tage an einem wunderschönen Strand in der Karibik machten wir uns auf den Weg nach Panama.Für diesen Weg brauchten wir insgesamt etwa 10 Stunden mit dem Bus und teils mit dem Boot.


Karte mit eingezeichneter Route von unserem Trip

Wir fuhren von San Isidro (1) nach David in Panama (2), wo es gleich nach der Ankunft weiter nach Changuinola (3)ging. In einem vollgestopften Kleinbus in eisiger Kälte (Klimaanlage), in dem wir 5 Stunden verbrachten. Nach der Ankunft(10:00 Uhr pm) dann die Überraschung: Aufgrund eines Festes alle Unterkünfte ausgebucht. "Gott sei Dank" fanden wir dann doch noch eine Unterkunft oder vielleicht besser: ein Kellerabteil inklusive Schimmel und Modergeruch. Nach einer nicht besonders angenehmen Nacht in diesem Loch waren wir froh, es in aller Früh wieder verlassen zu dürfen. Weiter gings mit dem Taxi nach Almirante (4), wo wir, so nebenbei bemerkt, auch am Vortag mit dem Kleinbus schon vorbeifuhren. Von dort fuhren wir mit dem Boot dann endlich nach Bocas del Toro (5). Auf der gegenüberliegenden Insel bekamen wir gleich eine Unterkunft, zwar diesmal ohne Schimmel und Modergeruch aber dafür direkt am Meer, also ganz okay ;-)
Unsere Geschichte wäre ja langweilig wenn diese Tage so gelaufen wären wie man sich entspannende Tage in der Karibik halt so vorstellt. Wir hatten im Paradies Regen und Sturm! Nachdem dieses tolle Wetter anhielt machten wir uns nach unserem Pflichtaufenthalt in Panama wieder auf den Rückweg nach Costa Rica, wo das Wetter viel schöner sein sollte ...


Panama

Nach einem kleinen Abstecher in das schöne Dörfchen am Strand "Manzanillo" (7), nebenbei bemerkt, immer noch Regen und Sturm, in der Hoffnung das Wetter würde wieder besser werden, trafen wir einen Tauchlehrer (halb Ire, halb Tico). Von ihm erfuhren wir, dass sich das Wetter natürlich die nächsten Tage nicht bessern wird.Ohne zu zögern begaben wir uns auf die Flucht vor Sturm, Kälte und nasser Kleidung. Nächstes Problem: Kein Bus mehr aus diesem "wunderschönen" Dörfchen am Meer in der Karibik. Aus Angst den Anschlussbus nach San Jose (9) in Puerto Viejo (8) zu verpassen nahmen wir uns ein "Taxi". Während der Fahrt mussten wir mit Schrecken feststellen, dass die Gerüchte (Zentrum der Drogenszene), die man über die Karibikseite von Costa Rica so hört, leider stimmen. Unser Fahrer war total zugedröhnt!! Überraschenderweise lebend an unserem Ziel angekommen waren wir froh, endlich im Bus nach San Jose zu sitzen.
Abends in San Jose (9) angekommen bekamen wir gleich ein Zimmer in einem super Hostel. Aber auch hier an Langeweile nicht zu denken. Nachts um 4:00 Uhr wurden wir von lautem Geschrei aus dem Schlaf gerissen. Wir wurden Zeugen von einem Raubüberfall mit Morddrohung. Wir beschlossen daraufhin, gleich am nächsten Tag in den Norden weiterzureisen um endlich ein Stückchen Paradies zu finden.
In Sámara (10) angekommen, fanden wir dieses auch. Wunderschöner strand, tolles Meer und gemütliche Bars mit Betten am Strand. Wären wir zu diesem Zeitpunkt von den letzten Tagen im Nass und in der Kälte nicht schon krank gewesen und wäre der Wind dort nicht so stark gewesen, wäre dieser Ort für uns perfekt gewesen.Nach 2 Tagen Auftrocknen gings dann über San Jose (11) endlich wieder zurück nach Hause, nach San Isidro (12).


Sonnenuntergang Playa Sámara

Diese Odysse quer durch Costa Rica und Panama dauerte genau eine Woche, davon etwa die Hälfte der Zeit im Bus. Dieses Mal waren wir wirklich froh, heil zu Hause anzukommen.